Arabica vs. Robusta

Oft stehen wir im Supermarkt und fragen uns: Was sind eigentlich die Unterschiede zwischen Arabica- und Robustabohnen? Auf der Verpackung wird dies nicht immer ersichtlich. Aus diesem Grund haben für Euch eine Übersicht zusammengestellt.

Der Preis liegt am Anbau
Arabicabohnen werden in der Regel teurer verkauft als Robustabohnen. Dies liegt allerdings nicht am vermeintlichen Qualitätsunterschied, sondern am Anbau.

Anbau

Arabica
– Die Arabicakirschen reifen 9-11 Monate heran und sind deutlich stressanfälliger als die Robustakirschen.
– Die Wuchshöhe des Arabicastrauches ist etwa 5 Meter.
– Die Kirschen wachsen gleichmäßig verteilt über den Zweig.
– Das Klima muss für die Arabicakaffeepflanze beständig sein.
– Sie bevorzugt höhere Regionen zwischen 1000 bis 2000 Metern. Nicht umsonst wird ihr Kaffee auch „Bergkaffee“ genannt.
– Anbaugebiete sind: Südamerika, Afrika, Australien und Indoniesen.

Robusta
– Die Robustapflanze trägt ihren Namen nicht ohne Grund: sie ist robust. Das macht sie zu einem Anbauliebling, denn sie erträgt problemlos verschiedene Witterungen.
– Robustakirschen reifen innerhalb von 6 Monaten, so können zwei Ernten pro Jahr stattfinden.
– Die Wuchshöhe des Robustastrauches beträgt etwa 8 Meter.
– Die Kirschen befinden sich eng zusammengedrängt an den Blattachsen.
– In warmen und feuchten Anbaugebieten rund um den Äquator gedeiht die Robustapflanze.
– Anbaugebiete sind: Vietnam, Indien, Indonesien und Afrika.

Ernte

Arabica
Die reifen Arabicakirschen werden einzeln vom Strauch gepflückt. Sie werden also handverlesen. Das macht natürlich mehr Mühe und Arbeit.

Robusta
Bei der Robustapflanze werden die reifen Früchte abgestreift. Dies geht in der Regel leichter und weniger aufwendig.

Farbe und Form

Arabica
Günlich bis leicht bläulich sind die Farben der Kaffeekirschen der Arabicapflanze. Ihre Kaffeebohnen sind größer, flach und oval und haben die charakteristisch, geschwungene Kerbe.

Robusta
Die Kirschen sind hier gelblich-braun, während ihre Bohnen klein und rundlich sind. Der Einschnitt in der Bohne ist beim Robusta kerzengerade.

Koffein und Säure

Arabica
Die Arabicabohne hat im Vergleich zur Robustabohne weniger Chlorogensäure, diese ist für den bitteren Geschmack verantwortlich.
Ihr Koffeingehalt beträgt im Durchschnitt 1,2 %.

Robusta
Die Robustabohne ist nicht ohne Grund so robust: Koffein ist ein natürliches Insektizid. Und von diesem besitzt sie einfach mehr als die Arabicabohne – nämlich gleich doppelt so viel, das heißt 1,7 bis 3,5 %.
Der Chologengehalt ist auch höher, was für einen stärkeren und bitteren Geschmack sorgt.

Aroma

Arabica
Der Arabicakaffee hat weniger Säure und einen edleren leichteren Geschmack.
Ihm wird zudem nachgesagt einen höheren Chromosomenanteil zu besitzen, was zu einer größeren Aromenvielfalt führen soll.

Robusta
Der Geschmack des Robusta ist eher erdig und kräftig. Dafür hat er den deutlich höheren Koffeingehalt, der morgens sehr hilfreich sein kann.

Beide Bohnen haben ihre Vorzüge und es muss gar keine Pro-Contra-Entscheidung getroffen werden. Für den einen ist ein guter Robustakaffee genau der richtige Start in den Tag, ein anderer bevorzugt nach dem Essen einen Espresso aus einer edlen Arabicabohne. Und dann gibt es diejenigen, die beide kombinieren.
Hauptsache: der Kaffee schmeckt.

 

Quellen: roastmarket.de, coffeeness.de