Plastic Planet – Bambusbecher sind auch keine Lösung!

Wir versinken in Plastik. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine neue Schreckensmeldung über Plastik reinkommt: In unseren Meeren befinden sich gigantische Plastikstrudel, Mikroplastik ist an Orten gefunden worden, an denen bisher noch kein Mensch war, und die Halbwertszeit von einer PET-Flasche beträgt bis zu 450 Jahren.

Bambus – eine vermeintliche Alternative

Natürlich möchte man dem entgegenwirken und sucht eine nachhaltige Alternative wie beispielsweise Bambusbecher.
Doch hat sich nun herausgestellt, dass Bambusbecher gar nicht besser, nachhaltiger oder umweltverträglicher sind – sondern das Gegenteil – die Verbraucherzentrale warnt:

„Bambusgeschirr besteht nicht immer nur aus Bambus, sondern aus Kunststoffen wie Melaminharz. Bambusholzpulver und Maisstärke werden oft nur als Füllstoffe verwendet.
Verschiedene Untersuchungen und Produktrückrufe zeigen seit längerem, dass viele der Gefäße Melamin und/oder Formaldehyd an die Lebensmittel abgeben.
Formaldehyd wurde als wahrscheinlich krebserregend beim Menschen eingestuft. Melamin kann zu Schäden an Blase und Nieren führen.“ (Verbraucherzentrale)

Die Becher mit den oft bunten und lieblichen Illustrationen sind also nicht nur schlecht für unsere Umwelt, sondern auch für unsere Gesundheit. Besonders bei Heißgetränken lösen sich eine Menge Schadstoffe aus dem Bambusbecher:

„Stiftung Warentest hat im Juli 2019 12 Bambusbecher getestet. 7 davon wurden mit „mangelhaft“ bewertet, weil sie unzulässige Mengen an Schadstoffen abgaben, wenn sie mit heißen Flüssigkeiten gefüllt waren.“ (Verbraucherzentrale)
Also lieber Finger weg davon, bevor diese Schadstoffe unsere Nieren und Blase schädigen.

Die einzige, nachhaltige Lösung: Konsum reduzieren!

Mehrweggeschirr und Mehrweg-Coffee-to-go-Becher sind generell ein gute Gedanke, sie schonen die Umwelt, denn sie helfen Müll zu vermeiden. Doch wer wirklich etwas für sich und die Umwelt tuen möchte, sollte zum einen seinen Plastikkonsum stark einschränken und Behälter wie Edelstahl, Glas oder Porzellan verwenden.
Denn oft sind die vermeintlichen Alternativen, dann doch nur der nächste Teufelskreis.